{"id":233,"date":"2019-03-03T15:32:18","date_gmt":"2019-03-03T15:32:18","guid":{"rendered":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=233"},"modified":"2019-03-03T16:01:49","modified_gmt":"2019-03-03T16:01:49","slug":"1-3-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=233","title":{"rendered":"1.3.2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Frankfurt w\u00e4chst, und Frankfurt ver\u00e4ndert sich permanent. Das geschieht nicht nur zuf\u00e4llig &#8211; auch wenn das Stadtbild weitgehend anderes ausdr\u00fcckt -, sondern da wird auch schon mal geplant. Fr\u00fcher lag alle paar Monate ein Prospektchen des seligen Planungsdezernenten Schwarz im Briefkasten, aus dem der interessierte B\u00fcrger ersehen konnte, welche Areale der Stadt in n\u00e4herer Zukunft einer &#8222;Umgestaltung&#8220; oder &#8222;neuen Nutzungsformen zugef\u00fchrt werden&#8220; sollten; heute sind die meisten dieser Projekte in die Tat umgesetzt. Nun, das Prospektchen gibt es nicht mehr; Umgestaltung findet freilich immer noch statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute berichtete die Lokalpresse gleich von zwei Planungen. Beide, obwohl v\u00f6llig unabh\u00e4ngig voneinander, zeigen erneut die Hilf-, aber auch Phantasielosigkeit, die in den Hirnen der Verantwortlichen dominiert. Im Osthafen soll die Hafenmole mit einem &#8211; wegen des nahen Geb\u00e4udes der EZB &#8211; nicht ganz so hoch wachsen d\u00fcrfenden Hochhausriegel eingerahmt werden, der die Teilung der Hafenbecken in seinem \u00c4u\u00dferen nach oben hin fortsetzen soll. Wie das aussieht? Na wie wohl: Geradlinig, verglitzert (durch die \u00fcblichen Glasfassaden), glatt, k\u00fchl &#8211; und rein soll nat\u00fcrlich wieder ein Hotel, unter anderem. Hab ich noch was von Wohnnutzung im Bereich &#8222;upper upscale&#8220; gelesen? Ich wei\u00df es nicht mehr. Um Wohnnutzung geht es hingegen beim zweiten Projekt, der Planung von Mietwohnungen auf dem Areal des Hilgenfelds am Frankfurter Berg. Da gab es sogar einen Architektenwettbewerb mit internationaler Beteiligung, h\u00f6rt h\u00f6rt! Doch die Preise haben dann wieder einheimische B\u00fcros eingeheimst. Die Foto-Simulationen der Vorhaben verhei\u00dfen den \u00fcblichen, hier allerdings durch abgerundete Konturen etwas modifizierten Einheits-Look. In solchen Geb\u00e4uden f\u00fchlt sich keiner wohl; aber darauf scheint kein Wert gelegt zu werden. Den interessantesten Vorschlag unterbreitete ein Architektenteam aus den Niederlanden &#8211; die wissen, wie man in neuer Zeit baut. Diese Geb\u00e4ude sind hell angelegt, sollen aus Holz (einem Naturmaterial) gebaut werden, sind phantasievoll gegliedert, weichen schlicht vom Normalma\u00df ab und bieten sowohl dem Auge als auch der Seele etwas. Und den Bewohnern Luft, Sonne und Privatsph\u00e4re &#8211; trotz gro\u00dfer Offenheit nach au\u00dfen. Kurz: Mal was Aufregendes, Sinnliches, Ungew\u00f6hnliches. Doch sowas kommt nicht in die engere Auswahl f\u00fcr eine Realisierung &#8211; die Architektur sei zu kompliziert. Na dann, geben wir doch gleich ein Haus von der Stange &#8211; wie zum Beispiel in massiver Dichte im Europaviertel &#8211; in Auftrag und sparen uns den Wettbewerb!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt w\u00e4chst, und Frankfurt ver\u00e4ndert sich permanent. Das geschieht nicht nur zuf\u00e4llig &#8211; auch wenn das Stadtbild weitgehend anderes ausdr\u00fcckt -, sondern da wird auch schon mal geplant. 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