{"id":505,"date":"2020-05-26T18:33:13","date_gmt":"2020-05-26T18:33:13","guid":{"rendered":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=505"},"modified":"2020-05-26T18:33:13","modified_gmt":"2020-05-26T18:33:13","slug":"26-5-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=505","title":{"rendered":"26.5.2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Monat ist fast vorbei und endlich naht auch das Ende der Bauarbeiten auf dem gegen\u00fcberliegenden Grundst\u00fcck &#8211; ein Musterbeispiel daf\u00fcr, wie in Deutschland Baurbeiten funktionieren und die Auftraggeber regelm\u00e4\u00dfig mehr Geld kosten als veranschlagt. Nat\u00fcrlich wei\u00df ich das auch aus eigener leidvoller Erfahrung vor knapp 20 Jahren; aber es scheint sich nichts ge\u00e4ndert zu haben. P\u00fcnktlich zum Beginn der Corona-Krise, also Anfang M\u00e4rz, wurde das nachbarliche Grundst\u00fcck mit den \u00fcblichen Ger\u00e4tschaften vollgestellt, unter anderem einen heute nicht mehr wegzudenkenden Minibagger, auf dem die Bauarbeiter so gern spielen. Schon nach kurzer Zeit war die gesamte Einfahrt zur ohnehin nicht genutzten Garage nicht mehr passierbar, weil ein gro\u00dfer Haufen ausgebaggerten Erdreichs dort zwischengelagert wurde. Der Belagerungszustand begann.<\/p>\n\n\n\n<p>Hatte ich mich in der ersten Zeit noch gewundert, dass die Bauarbeiten &#8211; zun\u00e4chst unsichtbar, n\u00e4mlich hinter dem Haus &#8211; scheinbar normal vonstatten gingen (abgesehen davon, dass die beiden Bauarbeiter zeitweise Mundschutz trugen), so stellte sich doch nach zwei Wochen der erwartete Corona-bedingte Stillstand ein. Die Osterfeiertage verbrachten die Hausbewohner gleichsam in einer sch\u00fctzengraben\u00e4hnlichen Festung, nach allen Seiten von Erdhaufen, Werkzeug und Baustellenger\u00e4tschaften umgeben. Kaum m\u00f6glich, ins Haus zu gelangen; und gl\u00fccklicherweise regnete es fast nicht, sonst h\u00e4tte das Haus nur \u00fcber Matschwege erreicht werden k\u00f6nnen. Das war dann noch schlimmer als zuvor das Tagwerk der Werkt\u00e4tigen zu beobachten, die die \u00fcberwiegende Zeit des Arbeitstages beim Pausieren verbrachten&#8230; t\u00e4tig schien auch immer nur einer der beiden zu sein, Kippe regelm\u00e4\u00dfig im Mund; aber die meiste Zeit ging f\u00fcr&#8217;s Ausruhen und Beobachten drauf. Ich habe ja nix gegen Ruhepausen; nur wenn sie mehr Zeit einnehmen als die Arbeit selbst, dann ist da etwas nicht im Lot. Nach mehreren Wochen nahmen die Arbeiter dann doch irgendwann wieder ihre T\u00e4tigkeit auf, verlagerten sie auf die Stra\u00dfenseite &#8211; und es wurde sichtbar, dass es um das Isolieren der Kellerw\u00e4nde ging, das nunmehr, fast drei Monate sp\u00e4ter, endlich vollendet zu sein scheint. Der Bagger ist jedenfalls verschwunden. Nun, die Arbeiten auf der Vorderseite gingen schneller voran als gedacht, immerhin. Dennoch &#8211; es k\u00f6nnte sich die Frage stellen, ob die m\u00f6gliche k\u00fcnftige Heizkostenersparnis diese vermutlich irre Investition rechtfertigt&#8230; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Monat ist fast vorbei und endlich naht auch das Ende der Bauarbeiten auf dem gegen\u00fcberliegenden Grundst\u00fcck &#8211; ein Musterbeispiel daf\u00fcr, wie in Deutschland Baurbeiten funktionieren und die Auftraggeber regelm\u00e4\u00dfig mehr Geld kosten als veranschlagt. 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