{"id":686,"date":"2022-07-28T11:50:26","date_gmt":"2022-07-28T11:50:26","guid":{"rendered":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=686"},"modified":"2022-07-28T13:56:18","modified_gmt":"2022-07-28T13:56:18","slug":"27-7-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=686","title":{"rendered":"27.7.2022"},"content":{"rendered":"\n<p>Nicht nur r\u00e4umlich-\/\u00f6rtliche Erfahrungen bringen das Gehirn in Wallung, sondern auch gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige Wahrnehmungen. Oder sind diese nur das Resultat der subjektiven Verarbeitung von Wahrnehmungen in der Au\u00dfenwelt? Das m\u00f6gen Pilosophen tiefer er\u00f6rtern. Mir gen\u00fcgt die Wahrnehmung als Ausgangspunkt; und die f\u00fchrt jetzt von der \u00d6rtlichkeit in den Bereich der Beurteilung menschlichen Verhaltens.<\/p>\n\n\n\n<p>Um nichts anderes geht es, wenn ich meine Beobachtungen der letzten Wochen res\u00fcmierend zusammenfasse: R\u00fccksichtslosigkeit und Gleichg\u00fcltigkeit nehmen in einem Umfang zu, dass unweigerlich die Frage aufkommt, wie lange es noch dauern wird, bis sich die emotionale Ladung so anstaut, dass es zur Entladung kommen muss. Heute war in der Zeitung zu lesen, dass das in Frankfurt schon seit einigen Wochen g\u00fcltige Verbot des Grillens in der \u00d6ffentlichkeit massenhaft ignoriert wird. Man muss nicht jeden Tag die st\u00e4dtischen Bekanntmachungen im Amtsblatt lesen, um auf die Idee zu kommen, dass das Z\u00fcndeln auf Grills oder \u00e4hnlichen Ger\u00e4tschaften derzeit gemeingef\u00e4hrlichen Charakter hat. Aber offenbar interessiert das die Menschheit wenig; f\u00fcr viele gilt vielmehr: Hauptsache, ich kann es mir gem\u00fctlich machen und meinen heimatlichen Gepflogenheiten (sorry, aber es ist nun mal so &#8211; die meisten dieser Griller kommen aus dem s\u00fcd- bis s\u00fcd\u00f6stlichen Raum jenseits des Mittelmeers) auch hier nachgehen, mag die Wiese danach brennen oder nicht. Ein Verhalten, das nicht neu ist; der Grillplatz an der Hadrianstra\u00dfe ist schon l\u00e4nger &#8222;geschlossen&#8220;, also entwidmet, was jedoch manche Zeitgenossen stets aufs Neue einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. In die gleiche Kategorie z\u00e4hlt ein Verhalten, das ich in letzter Zeit geh\u00e4uft beobachtet habe: Autos werden in voller Breite auf dem Gehweg (und nat\u00fcrlich bei angeordnetem absoluten Haltverbot) abgestellt, um die Pizza ein Haus weiter abzuliefern. Nat\u00fcrlich stehen in unmittelbarer Umgebung massenhaft legale Abstellpl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung &#8211; aber nicht nur, dass dort kein Schatten ist, nein, man m\u00fcsste vielleicht drei Schritte mehr laufen. Was macht es schon, dass der Eingang zum Grundst\u00fcck komplett mit Blech verriegelt ist und der Besitzer sich nicht einmal mehr zu Fu\u00df an der Karre vorbeizw\u00e4ngen kann? Hauptsache, das Auto wird nicht zu warm. Gleiches gilt auch f\u00fcr viele Lieferanten und sogar Paketzusteller, wenn diese ihren Job aus\u00fcben. Jeder Schritt scheint zuviel zu sein; da wird dann auch mal das enge &#8222;Heidenfeld&#8220; oder die &#8222;Ringmauer&#8220; blockiert, anstatt drei Meter weiter r\u00fcckw\u00e4rts einzuparken. Viel zu viel Aufwand. Jeder denkt an sich, und offenbar immer h\u00e4ufiger nur an sich. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur r\u00e4umlich-\/\u00f6rtliche Erfahrungen bringen das Gehirn in Wallung, sondern auch gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige Wahrnehmungen. Oder sind diese nur das Resultat der subjektiven Verarbeitung von Wahrnehmungen in der Au\u00dfenwelt? Das m\u00f6gen Pilosophen tiefer er\u00f6rtern. Mir gen\u00fcgt die Wahrnehmung als Ausgangspunkt; und die f\u00fchrt jetzt von der \u00d6rtlichkeit in den Bereich der Beurteilung menschlichen Verhaltens. 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