{"id":720,"date":"2025-03-28T19:19:52","date_gmt":"2025-03-28T19:19:52","guid":{"rendered":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=720"},"modified":"2025-03-28T19:19:52","modified_gmt":"2025-03-28T19:19:52","slug":"am-besten-abmelden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=720","title":{"rendered":"Am besten abmelden&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Ohne soziale Medien scheint nichts mehr zu gehen &#8211; nachdem selbst die politische \u00d6ffentlichkeitsarbeit ins Reich der digitalen, schnellebigen Welt verlagert und Facebook, Instagram oder X (Twitter hie\u00df das mal) genutzt werden, um umgehend aktuelle politische Erkl\u00e4rungen unters Volk zu bringen, scheint eine Nutzung dieser Medien &#8211; sprich: eine Mitgliedschaft durch Er\u00f6ffnung eines Nutzer-Kontos &#8211; zwingend, will man nicht als hoffnungslos altbacken gelten. <\/p>\n\n\n\n<p>Und doch: Es gibt gute Gr\u00fcnde, sich von dieser Digitalwelt gr\u00fcndlich zu verabschieden, selbst wenn man sich &#8211; wie ich &#8211; nur bei Facebook bewegt hat. Nicht nur, dass Mark Zuckerberg dem vor kurzem gew\u00e4hlten US-Pr\u00e4sidenten seinen Liebesdienst erwiesen und das Faktenchecken eingestellt hat. Kein Wunder, dass dort etwa nun Fotos gepostet werden, die angeblich Frankfurt, erkennbar jedoch eine ganz andere Stadt zeigen, von der man nicht wei\u00df, ob es sie \u00fcberhaupt gibt; oder Texte, \u00fcber deren Wahrheitsgehalt nur spekuliert werden kann. Definitiv geringer geworden ist die Zahl pers\u00f6nlicher Botschaften oder &#8222;Posts&#8220; von &#8222;Freunden&#8220;. Zugenommen hat hingegen seit der Bundestagswahl die Zahl von Bildver\u00f6ffentlichungen, die die Gr\u00f6\u00dfe der neuen Fraktion der AFD dokumentieren und verbal nur schwer verh\u00fcllen k\u00f6nnen, dass es bei dem &#8211; in der Regel m\u00e4nnlichen &#8211; Verfasser beim Betrachten derselben gerade zu einer ejaculatio praecox gekommen sein muss. Aber wer zum Teufel ist daf\u00fcr verantwortlich, dass mir inzwischen in ungef\u00e4hr jedem zehnten &#8222;Post&#8220; mit nachkolorierten Fotografien das beschauliche Geschehen im zweiten Weltkrieg veranschaulicht wird, das deutsche Soldaten nat\u00fcrlich nur beim Rauchen an der Gulaschkanone oder in der &#8222;Pause&#8220; kennt, nicht aber beim sonstigen Tagesablauf, der ja wom\u00f6glich noch die Ausl\u00f6schung einer kompletten Dorfbev\u00f6lkerung vorgesehen haben mag&#8230; Da wird Landserleben so verharmlost, ja subcutan verherrlicht (ja ja, das waren noch Zeiten und M\u00e4nner!), dass einem \u00fcbel wird. Und keiner kontrolliert, wer da was publiziert; und wozu das Ganze gut sein soll, kann man sich denken: Rechtsradikale Propaganda, unterschwellig und indirekt, ganz nach dem Motto: Irgendwie kommt das schon ins Bewusstsein&#8230; F\u00fcr mich kann die Konsequenz nur sein: Diesem rechtsfreien Raum entziehe ich mich. Ich melde mich ab. Finito.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne soziale Medien scheint nichts mehr zu gehen &#8211; nachdem selbst die politische \u00d6ffentlichkeitsarbeit ins Reich der digitalen, schnellebigen Welt verlagert und Facebook, Instagram oder X (Twitter hie\u00df das mal) genutzt werden, um umgehend aktuelle politische Erkl\u00e4rungen unters Volk zu bringen, scheint eine Nutzung dieser Medien &#8211; sprich: eine Mitgliedschaft durch Er\u00f6ffnung eines Nutzer-Kontos &#8211; zwingend, will man nicht als hoffnungslos altbacken gelten. 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