{"id":793,"date":"2026-04-17T17:28:18","date_gmt":"2026-04-17T17:28:18","guid":{"rendered":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=793"},"modified":"2026-04-17T17:28:18","modified_gmt":"2026-04-17T17:28:18","slug":"wer-wie-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankfurter-kaleidoskop.de\/?p=793","title":{"rendered":"Wer? Wie? Was?"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230; wieso? Weshalb? Warum? Die Fragew\u00f6rter, mit denen einst die &#8222;Sesamstra\u00dfe&#8220; musikalisch begr\u00fc\u00dft wurde, k\u00f6nnten ohne Umschweife auch f\u00fcr ein Vorhaben der Frankfurter Stadtpolitik gesungen werden, dessen (Nicht-)Realisierung mittlerweile zur Verzweiflung treibt. Seit 1999 (!!) geistert es im Nebel zwischen Magistrat und Land, ohne dass so recht begreiflich ist, warum das Projekt einfach nicht weiterkommt. Immerhin gibt es seit 2016, also mittlerweile zehn Jahren, nach langwieriger Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit einen rechtsg\u00fcltigen Bebauungsplan; es k\u00f6nnte also ohne Weiteres losgehn &#8211; allein, ins Werk gesetzt wurde von alledem nichts. Nur werden immer wieder Teile des Gesamtplans durch faktische Entwicklungen &#8211; wie zum Beispiel die Beschlussfassung \u00fcber die k\u00fcnftige Nutzung des Geb\u00e4udes der ehemaligen Dondorf-Druckerei &#8211; konterkariert, die beileibe nicht zwangsl\u00e4ufig hinzunehmen w\u00e4ren, w\u00fcrden die politisch Verantwortlichen ihrem Gestaltungsauftrag nur einfach mal nachkommen. Tun sie aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch daf\u00fcr mag es nat\u00fcrlich Gr\u00fcnde geben, doch die bleiben im Verborgenen, und das gilt sowohl f\u00fcr die Frage, warum etwa die Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst &#8211; immerhin der vorgesehene zentrale Nutzer &#8211; immer wieder \u00c4nderungen am Raumkonzept hinnehmen muss, die sogar eine Nutzungsm\u00f6glichkeit \u00fcberhaupt in Frage stellen, als auch f\u00fcr das leidige Thema &#8222;Juridicum&#8220;. Abriss oder Erhalt, das ist hier die Frage, die einige Gem\u00fcter bewegt; v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich f\u00fcr jemanden, der einst in diesem Geb\u00e4ude die Segnungen des Jura-Studiums hat erleben d\u00fcrfen und der sich ernsthaft fragt, wie angebliche Fachleute auch nur auf die Idee kommen k\u00f6nnen, in diesem entsetzlichen, baulich in unterster Qualit\u00e4tsstufe rangierenden Kasten Wohnungen unterbringen zu wollen. Mittlerweile hat das sogar den ganz fr\u00fcheren Planungsdezernenten Wentz auf den Plan gerufen, nur dass seine Initiative gleich derjenigen eines Rufers in der W\u00fcste voraussichtlich ungeh\u00f6rt verhallen wird. Dass ausgerechnet Einwohner des &#8222;alten&#8220; Bockenheims f\u00fcr den Erhalt dieses auch \u00e4sthetisch misslungenen Zeugnisses brutalistischer Baukunst mit lauter Stimme eintreten, ist ebensowenig nachzuvollziehen wie die kryptische Haltung des aktuellen Frankfurter Planungsdezernenten, dessen Motivation mangels Erkl\u00e4rung schlicht nur im Dunkeln bleiben kann. Von der Wissenschafts- und Kulturpolitik des Landes ganz zu schweigen; aber die wird ja auch von einem Nordhessen geleitet, dem die Frankfurter Verh\u00e4ltnisse vermutlich schlicht wurscht sind. Irgendwelche Interessen werden hinter alldem schon stecken, nur dass sie niemand offenlegt. Wen wundert&#8217;s, dass bei dieser Transparenz alle vern\u00fcnftigen Stadtb\u00fcrger die Nase gestrichen voll haben?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; wieso? Weshalb? Warum? Die Fragew\u00f6rter, mit denen einst die &#8222;Sesamstra\u00dfe&#8220; musikalisch begr\u00fc\u00dft wurde, k\u00f6nnten ohne Umschweife auch f\u00fcr ein Vorhaben der Frankfurter Stadtpolitik gesungen werden, dessen (Nicht-)Realisierung mittlerweile zur Verzweiflung treibt. Seit 1999 (!!) geistert es im Nebel zwischen Magistrat und Land, ohne dass so recht begreiflich ist, warum das Projekt einfach nicht weiterkommt. 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